Alice Miller, Kindesmisshandlung, Kindesmissbrauch

Ein neues Buch von Alice Miller, Jenseits der Tabus, 2009, exclusiv im Internet

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Wie finde ich den geeigneten Therapeuten
Monday 13 July 2009






Sehr verehrte Frau Miller,

Sie haben mit Ihrer radikalen und mutigen Offenheit viele Menschen erreicht.
Ich erlaube mir, einen weiteren Tabu-Bruch vorzuschlagen: eine
Veröffentlichung - Ihrer Meinung nach - geeigneter Therapeuten (mit Namen und
Adresse, natürlich mit Einverständnis dieser Personen).

Ich komme deshalb darauf, weil ich nun erfolglos die zweite Therapie
abgebochen habe und im Moment weder Mut noch Energie aufbringe, einen dritten
Anlauf zu wagen.
Die letzte Therapeutin war geradezu ein Paradebeispiel im negativen Sinne
Ihrer Ausführungen. Sobald wir zu kritischen Situationen in meiner Kindheit
kamen, durfte ich darin nicht verweilen und meinen Schmerz ausdrücken,
sondern es wurde recht schnell auf die Not, Hilflosigkeitet, das
Flüchtlingsschicksal, etc. meiner Eltern hingewiesen und dass ich dafür doch
bitte endlich mal Verständnis aufbringen möchte, da ich in der Therapie sonst
nie Fortschritte machen würde!!! Ich nahm mehrmals meinen ganzen Mut auf ihr
zu widersprechen, machte ihr den Vorwurf der Parteinahme zu Gunsten meiner
Eltern, aber es änderte sich nichts und so brach ich die Therapie nach vier
Jahren zerknirscht ab.

Ich denke, dass Sie nicht nur unter "uns Klienten" viele Befürworter haben,
sondern auch unter den Therapeuten. Daher meine Idee, diese Therapeuten zu
sammeln, zu empfehlen, um uns Laien die Suche evtl. ein klein wenig zu
erleichtern. Dass man auch im Falle dieser Empfehlung noch austesten muss, ob
man zusammen passt oder nicht, dass auch hier der Erfolg nicht garantiert
werden kann, ist selbstredend.

Mit freundlichen Grüßen.


AM: Ich kann Ihnen nur mit dem folgenden Text antworten, der sich am Anfang der Seite "Artikel" befindet. :

AM: Leider kenne ich keine Therapeuten, die ich Ihnen empfehlen könnte. Das heißt aber nicht, dass es keine empfehlenswerten gibt. Nur dass sie mir nicht bekannt sind.
Wenn ich im Internet nach ihnen suche, finde ich eine Menge esoterischer, sektiererischer, religiöser Angebote, Werbung aller Art, Schwarze Pädagogik, traditionelle Fallen, aber nirgends die Anerkennung der essentiellen Bedeutung der Kindheit im Leben des Erwachsenen und der verheerenden Auswirkungen des Schlagens kleiner Kinder. Wenn Sie einen kompetenten Therapeuten suchen, müssten Sie sich in den ersten Gesprächen vergewissern, ob er die folgenden Voraussetzungen mitbringt:
1 - Die Bereitschaft, Ihre Fragen über seine (ihre) Sicht auf seine (ihre) Kindheit und Ausbildung im Erstinterview zu beantworten.
2 - Die Freiheit, sich über die Grausamkeiten Ihrer Eltern zu empören und NICHT neutral zu bleiben, wenn Sie Ihre Geschichte erzählen.
3 - Die Fähigkeit, Ihnen empathisch beizustehen, wenn Sie endlich Ihren Zorn erleben und ausdrücken können, den Sie Jahrzehnte lang aus Angst vor der Strafe zurückgehalten haben.
4 - Die Weisheit, Ihnen nicht Vergessen, Vergebung, Meditation, positives Denken und buddhistische "Weisheit", die echte, lebenswichtige " Emotionen als "negative" bekämft, zu empfehlen und auf diese Weise Ihre Schuldgefühle noch zu steigern.
5 - Die Redlichkeit, Ihnen nicht leere Worte wie „Spiritualität“ und andere anzubieten, wenn Ihre Geschichte zu große Ängste beim Zuhörer hervorrufen sollte.
6 - Das Wissen, dass sich der leidende Erwachsene von dem in seinem Körper gespeicherten Zorn als Reaktion auf die in der Kindheit erfahrenen Misshandlungen befreien muss, indem er diesen Zorn bewusst erlebt, ausdrückt und seine Berechtigung versteht.
Da ich keine Therapeutenliste anzubieten habe, aber ständig danach gefragt werde, habe ich eine FAQ Liste publiziert, die leicht auf der Seite „Artikel“ zu finden ist. Sollte es ein Therapeut schon im Erstgespräch ablehnen, Ihre Fragen zu beantworten, können Sie sicher sein, dass Sie sich viel Geld, Zeit und unnötige Hoffnungen ersparen, wenn Sie kein zweites Gespräch mit ihm oder ihr vereinbaren. Sollten Sie angst haben, Ihre Fragen zu stellen, wäre Ihre Angst zwar durchaus als Furcht vor Ihren Eltern verständlich, weil der Therapeut eine Autoritätsfigur darstellen mag. Doch Ihre Fragen sind trotzdem sehr wichtig, und es lohnt sich, sie zu stellen, um nicht eine Verwirrung zu riskieren, die jahrelang andauern kann und nichts Gutes bringen wird. Wenn Sie das Stellen der Fragen auf sich nehmen, können Sie nur gewinnen.
Es mag Ihnen auch helfen, im Eingang zu dieser Webseite, über meine Ablehnung der Psychoanalyse zu lesen, die meines Erachtens den Zugang zur REALITÄT unserer Kindheit VERBAUT.
Heute erhielt ich einen Bericht über ein Ernstinterview (wird unter dem gleichen Datum hier erscheinen), das im Detail schildert, wie sich das abspielen kann (aber nicht muss hoffentlich!)

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